Die kapitalgedeckte Zulagenrente (Riesterrente) aus Schicht 2 kann ein weiterer Baustein für die Alterssicherung der BSM sein. Es handelt sich dabei um eine staatlich geförderte Altersvorsorge in Form einer Zulage und ggf. eines steuerlichen Sonderausgabenabzugs.

 

Merkmale der Zulagenrente

Der BSM ist unmittelbar zulagenberechtigt, wenn er in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist/bleibt.

Wählt der BSM die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht, so entfällt die unmittelbare Zulagenberechtigung. In diesem Fall kann der BSM die Zulagenrente mittelbar über seinen Ehepartner in Anspruch nehmen, wenn dieser die Voraussetzungen für die Zulagenberechtigung unmittelbar erfüllt.

 

Rechtliche Bedingungen in der Ansparphase

Die Beiträge sind aus individuell versteuertem Einkommen zu leisten. Im Verfahren zur steuerlichen Förderung wird entsprechend den persönlichen Verhältnissen für den Versicherungsvertrag eine staatliche Zulage gewährt (Antragstellung erforderlich). Darüber hinaus kann der Steuerpflichtige im Rahmen der Einkommensteuererklärung einen Sonderausgabenabzug geltend machen.

Vom unmittelbar Förderfähigen müssen – unter Anrechnung der Zulagen - Beiträge in Höhe von vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, maximal 2.100 Euro jährlich gezahlt werden, um die volle staatliche Förderung in Form von Zulagen zu erhalten. Bei geringerer Beitragszahlung reduziert sich die staatliche Zulagenförderung entsprechend. Im Jahr ist mindestens ein Sockelbetrag von 60 Euro zu zahlen.

Die Grundzulage beträgt 154 Euro. Je kindergeldberechtigtes Kind beträgt die Zulage 185 Euro, für ab 2008 geborene Kinder 300 Euro.

 

Rechtliche Rahmenbedingungen in der Leistungsphase

Die Leistungen werden frühestens ab dem vollendeten 62. Lebensjahr bzw. vor vollendetem 62. Lebensjahr nur bei Inanspruchnahme einer Altersrente aus einem gesetzlichen Alterssicherungssystem in Form einer lebenslangen Rente gezahlt. Eine Teilkapitalauszahlung in Höhe von bis zu 30 Prozent bei Rentenbeginn ist möglich. Das Restkapital wird verrentet.

Wenn die Leistungen nicht unter diesen Bedingungen bezogen werden (z.B. wegen Rückkauf des Vertrages), liegt eine schädliche Verwendung vor. Dann sind Zulagen und Steuerersparnis zurückzuzahlen.

Die Leistungen werden als sonstige Einkünfte nachgelagert voll besteuert.

 

Prüfung ist erforderlich!

Gehöre ich zu dem unmittelbar oder mittelbar zulageberechtigten Personenkreis?

Sind die mit der Zulagenrente verbundenen Restriktionen 
- Leistungsbezug erst ab 62. Lebensjahr
- nur Teilkapitalabfindung
- kein Rückkauf
mit der persönlichen Lebensplanung vereinbar?

Wie hoch ist die Förderung über Zulagen und Sonderausgabenabzug tatsächlich?

Welchen Beitrag leistet die Zulagenrente bei der Erreichung meines angestrebten Versorgungsziels?