Leistungsansprüche

BSM sind als Gewerbetreibende in Handwerksbetrieben in der Handwerksrolle eingetragen und somit versicherungspflichtig in der GRV. Daraus resultierend haben Sie folgende Leistungsansprüche.

Rehabilitation

- Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sowie Übergangsgeld
- Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie Übergangsgeld und sonstige Leistungen

Altersrenten

Regelaltersrente
- vollendetes 67. Lebensjahr bzw.
- stufenweise Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre
- Erfüllung der allgemeinen Wartezeit von fünf Jahren
- ohne Rentenabschlag

Altersrente für besonders langjährig Versicherte
- Mindestalter 65 Jahre
- Wartezeit 45 Pflichtbeitragsjahre
- ohne Rentenabschlag

Altersrente für langjährig Versicherte
- Mindestalter 63 Jahre
- Wartezeit 35 Jahre
- Rentenabschlag 0,3 Prozent je Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme

Altersrente für schwerbehinderte Menschen
- Mindestalter 65 Jahre
- Wartezeit 35 Jahre
- Grad der Behinderung mindestens 50 Prozent
- Ohne Rentenabschlag.
Vorzeitige Inanspruchnahme: 
Mindestalter 62 Jahre, Wartezeit 35 Jahre, Grad der Behinderung mindestens 50 Prozent, Rentenabschlag 0,3 Prozent je Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme

Erwerbsminderungsrente

Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen voller oder teilweiser Erwerbsminderung. 
Voraussetzungen:

  • in den letzten fünf Jahren vor der Erwerbsminderung müssen mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge entrichtet worden sein und
  • die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren ist erfüllt

Voll erwerbsgemindert ist, wer aus gesundheitlichen Gründen weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann. Teilweise erwerbsgemindert ist, wer nur noch zwischen drei und sechs Stunden täglich arbeiten kann. Dann wird die Hälfte der Erwerbsminderungsrente gezahlt.

Witwen- / Wtwerrente

Witwen oder Witwer haben nach dem Tod des versicherten Ehegatten einen Anspruch auf Rente, wenn der Verstorbene die allgemeine Wartezeit erfüllt hat.

Waisenrente

Unterhaltsberechtigte Kinder haben nach dem Tod des Versicherten Anspruch auf Halb- oder Vollwaisenrente, wenn die allgemeine Wartezeit erfüllt ist.

 
 
Entscheidung ist notwendig - Konsequenzen bedenken!
Sobald der BSM 18 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt hat, erhält er darüber von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) einen Bescheid. Er kann dann in einem Zeitraum von drei Monaten entscheiden, ob er sich von der Versicherungspflicht befreien lässt oder in der GRV verbleibt.

Da die BSM durch Änderung des SGB erst zum Januar 2013 diese Befreiungsmöglichkeit erhalten, werden Sie im ersten Quartal 2013 von der DRV über die Befreiungsmöglichkeit informiert und können sich dann rückwirkend befreien lassen.

Macht der BSM von seinem Befreiungsrecht Gebrauch, so verliert er 24 Monate nach dem Befreiungsstichtag seine Ansprüche auf volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente. 

Alle weiteren Rentenansprüche bleiben erhalten. Über die Höhe der beitragsfreien Rentenanwartschaften erhält der BSM von der DRV eine Renteninformation.

Die Leistungen der Rehabilitation bleiben erhalten (Wartezeit von 15 Jahren ist erfüllt).