Unser Versorgungskonzept erläutert das bis Ende 2012 bestehende Gesamtversorgungssystem der BSM und die gesetzlichen Vorschriften zur Sicherung von Versorgungsanwartschaften in diesem System.

Das Versorgungskonzept stellt den Versorgungsweg Gesetzliche Rentenversicherung mit den Vorschriften des SGB VI zur gesetzlichen Rente der BSM dar und zeigt die Versorgungswege des SVW auf, mit denen die BSM ihre ergänzenden Versorgungsfragen lösen können.

Das Versorgungssystem

Das Versorgungssystem der Bundesrepublik Deutschland gliedert sich steuerrechtlich in drei Schichten (Drei-Schichten-Modell). Schicht 1 enthält die Basisversorgung, Schicht 2 die Zusatzversorgung und Schicht 3 die Sonstige Versorgung.

Aus dem Drei-Schichten-Modell kann die Altersversorgung der BSM sowie die finanzielle Absicherung der Risiken Erwerbsminderung / Berufsunfähigkeit und die Hinterbliebenenversorgung wie folgt gestaltet werden.

Basisversorgung aus Schicht 1 durch:

a) den Versorgungsweg Gesetzliche Rentenversicherung
b) den Versorgungsweg Basisrente (Rüruprente) als private kapitalgedeckte Versorgung

Zusatzversorgung aus Schicht 2 durch:

den Versorgungsweg Zulagenrente (Riesterrente) mit der zusätzlichen Altersvorsorge (soweit im Einzelfall dafür die Voraussetzungen erfüllt sind).

Sonstige Versorgung aus Schicht 3 durch:

den Versorgungsweg Privatvorsorge mit Versorgungslösungen, die nicht unter Schicht 1 oder 2 fallen.

u.di 1-Drei-schichtenmodel

Entscheidungsfindung

Die Versorgungsentscheidungen sollte der BSM aufgrund seiner persönlichen Verhältnisse unter strenger Beachtung der im bisherigen Gesamtversorgungssystem erworbenen Versorgungsanwartschaften treffen.

Dazu bedarf es qualifizierter Information und persönlicher Beratung durch Beauftragte des Vorsorgeträgers oder durch ein mit SVW kooperierendes Beratungsunternehmen.

Ausgangspunkt des Versorgungskonzepts für BSM bilden die Anwartschaften aus dem Versorgungsweg Gesetzliche Rentenversicherung aus Schicht 1 und – soweit vorhanden – der Zusatzversorgung aus der VA. Darauf aufbauend ist der steuerlich geförderte Versorgungsweg Basisrente aus der Schicht 1 eine geeignete Lösung.

Mit dem Versorgungsweg Zulagenrente aus der Schicht 2 besteht – wenn der BSM die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt – die Möglichkeit, eine staatlich geförderte Zusatzversorgung aufzubauen.

Mit den Vorsorgeangeboten des Versorgungsweg Privatvorsorge aus der Schicht 3 können die BSM ihre Vorsorge abrunden. Aus persönlichen Gründen kann Vorsorge aus Schicht 3 eine Alternative sein, wenn der BSM die Restriktionen der Basisrente oder Zulagenrente vermeiden will (z.B. keine oder nur eingeschränkte Kapitaloption) oder wenn die vorgelagerte Besteuerung (Ertragsanteilbesteuerung der Leistungen) im Einzelfall vorteilhafter ist als die nachgelagerte Besteuerung der Schichten 1 und 2.

Es hängt jeweils von den persönlichen Verhältnissen des BSM ab, welche Versorgungswege beschritten werden. Dazu sollten die zur Verfügung stehenden Vorsorgemöglichkeiten aus allen drei Schichten mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vor dem Hintergrund der persönlichen Verhältnisse und Präferenzen geprüft werden und die Ergebnisse in die Entscheidungsfindung einfließen.